Laktoseintoleranz (Milchzuckerunverträglichkeit)

Laktoseintoleranz  --  Milchzuckerunverträglichkeit ist eine weit verbreitete Verdauungs-Störung in unserem Kulturkreis. Diese Unverträglichkeit kann sehr gering ausgeprägt sein, aber sie kann auch, bei vollständigem Mangel des dafür notwendigen Ferments, heftigste Bauchbeschwerden verursachen. Meist ist dies dann ein vielgestaltiges Symptombild, das Übelkeit, Blähungen, allgemeine Schwäche, Stuhlunregelmäßigkeiten und Durchfall, bis hin zum Gegenteil, der Verstopfung, umfassen kann.

In der Mehrheit der Fälle ist eine genetische Veranlagung für diese Störung verantwortlich, die sich dann meist im Jugend - bis jungen Erwachsenen-Alter ausprägt. Aber auch Ältere können erstmals mit diesem Phänomen konfrontiert werden. Um den Betroffenen helfen zu können und andererseits diese Störung von echten Erkrankungen und anderen Störungen abgrenzen zu können, ist eine exakte Diagnostik erforderlich.
Denn letztlich besteht die entscheidende Therapie im Meiden (größerer) Mengen von Laktose in der Nahrung.

Meiden oder Leiden, Spätfolgen wird es aber nicht geben.

Ein weiteres großes Problem der Betroffenen ist die Tatsache, dass Laktose (Milchzucker) in sehr vielen Nahrungsmitteln und Produkten, aus vielerlei Gründen, enthalten ist, also nicht nur in Milch und typischen Milchprodukten. Glücklicherweise gibt es inzwischen EU- weit eine Kennzeichnungspflicht auf allen Produktverpackungen.
Die Unverträglichkeit beruht auf einem Ferment-Mangel. Dieses Ferment muss im Dünndarm den Doppel-Zucker Laktose aufspalten, damit er für den Körper zur Weiterverarbeitung genutzt werden kann. Geschieht dies nicht, wird er im Darm von Bakterien abgebaut, und diese anderen Stoffwechselprodukte sind letztlich Symptom-auslösend.
Inzwischen stehen auch Tabletten zur Verfügung, die es erlauben, dieses fehlende Ferment, Lactase, mit der Nahrung zuzuführen.
Gleichwohl hat die Industrie dafür gesorgt, dass eine große Zahl von Produkten als Laktose-freie Varianten zur Verfügung stehen.
Weitere Informationen zur Diagnostik der Störung erhalten sie unter der Rubrik Untersuchen.

Umfassende weitere Informationen zum Thema finden sie unter der Rubrik FAQ.

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