Kontrollierte Qualität und Hygiene (20.09.2008)

Berufsverband Niedergelassener Gastroenterologen Deutschlands e.V.
Informationen aus der Gastroenterologie, KW 37

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Technische Entwicklungen ermöglichen erhebliche Fortschritte bei Diagnosen und Therapien.

Der Nutzen kommt dem Patienten aber nur zugute, wenn sein Arzt über entsprechende Qualifikationen verfügt.
Für die Darmspiegelung sichert ein strenges Kontrollsystem die Qualität in gastroenterologischen Praxen.
Technische Entwicklungen ermöglichen erhebliche Fortschritte bei Diagnosen und Therapien.
Der Nutzen kommt dem Patienten aber nur zugute, wenn sein Arzt über entsprechende Qualifikationen verfügt.
Für die Darmspiegelung sichert ein strenges Kontrollsystem die Qualität in gastroenterologischen Praxen.
Die Darmspiegelung (Koloskopie) ermöglicht eine sichere Diagnose von Erkrankungen des Dickdarms.
Es ist die Standardmethode, die bei ungeklärten Stuhlveränderungen, bei Verdacht auf chronisch entzündliche Darmerkrankungen, zur Abtragung von Polypen oder zur Abklärung von Darmkrebs eingesetzt wird.
An Qualität und Sicherheit dieser Untersuchungsmethode werden im Bereich der kassenärztlichen Versorgung hohe Ansprüche gestellt. Wer heute als niedergelassener Gastroenterologe eine Zulassung zur Durchführung der Koloskopie in seiner Praxis erhalten will, muss nachweisen, dass er in den letzten zwei Jahren mindestens 200 Darmspiegelungen und 50 Abtragungen von Polypen eigenhändig durchgeführt hat.
Die Fachärzte müssen regelmäßig jedes Jahr 200 Darmspiegelungen und zehn Polypabtragungen nachweisen. Von diesen 200 Untersuchungen fordert die Kassenärztliche Vereinigung als Selbstkontrollorgan der Ärzteschaft stichprobenartig 20 Befunde mit Bild und Gewebeprobe an.
Eine Kommission prüft die Qualität des Untersuchungsergebnisses.
Bei dem Untersuchungsgerät muss es sich um eine Videoendoskopieeinheit handeln, die hygienisch einwandfrei aufbereitet wird. Alle halbe Jahre muss ein Zertifikat beigebracht werden, damit gewährleistet ist, dass die Aufbereitung in Ordnung ist und die Geräte keimfrei sind. Ein externer Hygieneprüfer kommt unangekündigt in die Praxen, nimmt Abstriche an den Endoskopen und überprüft die vollautomatische Aufbereitung und Desinfektion.
"Die unabhängigen und unangekündigten Hygieneüberprüfungen gelten nur für niedergelassene Gastroenterologen, nicht aber für Krankenhäuser als Institutionen", betont Dr. Franz Josef Heil, Mitglied im Vorstand des Berufsverbandes der niedergelassenen Gastroenterologen (bng).

Regelmäßige Informationen finden Sie auch auf unserer Internet-Seite: www.bng-gastro.de


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